Konferenz Neue Medien und die Zukunft der Bildung
Goethe-Institut Inter Nationes Zagreb & Institut Za Globalizaciju i Interkulturalno Ucenje (IGI)
23.-24. April 2003

 

Ingrid Lohmann

Neue Medien und der globale Bildungsmarkt (PDF)

Vor drei Jahren notierte ein Beobachter der E-Learning-Szene in den USA, am zielstrebigsten unter den zahlreichen neu entstandenen Bildungsdienstleistern seien diejenigen Unternehmen, "die mit Hilfe des Internet eine Lernumgebung erzeugen wollen, die vielleicht sogar den Lehrer abschafft - jedenfalls den des konventionellen Klassenzimmers." (1) Die Bildungsindustrie sei das perfekte Beispiel dafür, wie das Internet die US-Ökonomie transformiert, indem es neue Unternehmen entstehen läßt, die es anders gar nicht gäbe. Noch stelle sich niemand eine Welt vor, in der Lernende ihren Unterricht tatsächlich durch intelligente Maschinen erhielten; aber leicht könne man sich ausmalen, wie Informations- und Kommunikationstechnologien und das Internet eines Tages den Unterricht verändern werden.
Kennzeichnend für die Aufbruchseuphorie der späten 1990er Jahre war eine Äußerung von John Chambers - dem leitenden Manager von Cisco Systems, einem US-Hersteller für Netzwerktechnologie -, die seinerzeit durch die Medien ging:
"Die nächste große Killeranwendung für das Internet wird Bildung sein. Bildung über das Internet wird so groß werden, daß Email gemessen daran wie ein Irrtum hinterm Komma erscheinen wird." (2)

Inzwischen ist die Euphorie jener Jahre zwar etwas verpufft, aber vom Abflauen der Produkt-Entwicklungen im E-Learning- und Online-Learning-Bereich oder gar vom Ende der Transformationen, die die Privatisierung und Kommerzialisierung des Bildungs- und Wissenschaftssektors weltweit vorantreiben, sind wir trotzdem noch denkbar weit entfernt. Daß sich im Bildungssektor aus den verwarenförmigten Neuen Medien enorme Profite ziehen lassen, ist keineswegs die Ursache für die weltweite Privatisierung der öffentlichen Bildungssysteme, wohl aber ein Faktor, der diese Transformationen extrem beschleunigt. Hier einige Zahlen: (3)

Angesichts dieses wachsenden Markts für Bildungsexport streben die OECD-Länder danach, die Nachfrage mit lukrativen kommerziellen Angeboten zu bedienen. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, daß die ihnen verfügbaren öffentlichen Haushaltsmittel für den tertiären Bildungssektor sinken. Die Privatisierung und Kommerzialisierung des Bildungssektors sei unvermeidlich, so wird argumentiert, wenn die steigende Nachfrage nach höherer Bildung befriedigt werden soll.

Der Anteil öffentlicher Haushaltsmittel für den tertiären Bildungssektor variiert in den einzelnen OECD-Ländern beträchtlich. Soweit bekannt, müssen nur in Korea, Japan und den USA die einheimischen Studierenden mehr als 30% der realen Kosten ihres Studiums privat aufbringen. Ansonsten liegen genaue Daten über die von den Studierenden selbst zu tragenden Studienkosten kaum vor. In den übrigen OECD-Ländern scheint jedoch noch viel Spielraum für Kostenabwälzung auf die Nachfrageseite gegeben. Der Trend geht mithin in Richtung steigender Studiengebühren, in Richtung von Privatisierung und Kommerzialisierung sowie einer eigentümlichen Form von Individualisierung des tertiären Bildungssektors.

Die Neuen Medien werden in diesem Prozeß auf widersprüchliche Weise in Dienst genommen. Zum einen werden steigende Gebühren für die Nutzer mit den Kosten für die Anbieter - technologische Infrastruktur, Vernetzung, Übermittlung, Content-Entwicklung usw. - legitimiert. Es wird argumentiert, daß die Einführung oder Erhöhung von Studiengebühren unvermeidlich sei, weil die Kosten für technologische Ausrüstung sowie für Hard- und Software-Entwicklung im Medien- und Content-Bereich anders auf Dauer nicht getragen werden können.

Zum anderen lassen sich bestimmte Aufwendungen mithilfe der Neuen Medien vermeiden. Für Anreise, Unterbringung, den womöglich sehr viel kostenträchtigeren Lebensunterhalt im anderen Land usw., aber auch z.B. für das Vorhalten real-existierender Gebäude mit Bibliotheken, Computerzentren und Lehrpersonal entstehen sowohl auf Seiten der Anbieter als auch der Nachfrager hohe Kosten. Um diese speziell für Auslandsstudien zu minimieren, streben wachsende Teile der Studierenden sowohl aus OECD-Ländern als auch Studierende aus Nicht-OECD-Ländern nach Einschreibung in Bildungsinstitutionen, zu denen sie Zugang über Internet und E-Learning von zuhause aus haben. Sie müssen natürlich Studiengebühren zahlen, aber die übrigen Kosten minimieren sich für sie doch erheblich. Während bestimmte Kategorien von Anbietern von Bildungsdienstleistungen im weiteren Sinne - z.B. Betreiber von Unterkünften für ausländische Studierende - in diesem Fall das Nachsehen haben, kommen hier die Anbieter auf dem rasch wachsenden Markt von Distance- und E-Learning, Online-Teaching und E-Content ins Spiel, häufig in Zusammenarbeit mit regionalen privaten oder auch staatlich-öffentlichen Bildungsträgern.

Es entstehen Gebilde wie die University of Phoenix in Arizona, die innerhalb weniger Jahre zur größten privaten Universität in den USA geworden ist. Die UOP beschäftigt für ihre rund 50.000 online-Studierenden (4) etwa 7.000 nebenamtlich tätige Lehrende. Die Studienbedingungen sind ganz auf die Bedürfnisse Berufstätiger abgestellt. Die Mehrheit ihrer Studierenden bekommt zumindest einen Teil der Studiengebühren von den Unternehmen erstattet, bei denen sie beschäftigt sind. Unter Nutzung des Internet ist die UoP die führende Fernuniversität der USA und mittlerweile auch in Europa tätig. (5)

Ein ungleich avancierteres Gebilde des global education market ist das Internet2®. In den USA besteht es aus einem Konsortium von 202 US-Universitäten - von Arizona State bis Yale - in Partnerschaft mit der US-Regierung und 16 Konzernen aus der Informations- und Kommunikationstechnologie - von AT&T über die erwähnte Cisco Systems, ferner IBM, Microsoft, Sun Microsystems usw. Dazu kommen neun US-Wirtschaftsunternehmen als Sponsoren, darunter z.B. die Ford Motor Company, sowie 35 Konzerne als ordentliche Mitglieder des Konsortiums - von Apple Computer über Blackboard Inc., Hewlett Packard, Pfizer, WebCT usw. - und 39 assoziierte Institutionen, z.B. Forschungsinstitute, Museen, weitere Unternehmen der education industry. Dieses Konsortium, das konkurrenzlos größte und elaborierteste seiner Art, entwickelt und nutzt fortgeschrittenste elektronische Netzwerktechnologie und -Anwendungen. Erklärtes Ziel ist die Schöpfung des "Internets der Zukunft". (6) Mit diesem wird das nicht vom Kommerz getriebene, wechselseitige Geben und Nehmen, das einst dem ersten Internet zu beispielloser Expansion verhalf, vielleicht bald der Vergangenheit angehören.

Testgelände für die superschnelle Datenübermittlung im Internet2-Konsortium in den USA ist Abilene - Advanced Networking for Leading-Edge Research and Education. (7) Abilene liefert einen Datendurchsatz von 2,5 Gigabits pro Sekunde quer durchs Land; Nahziel ist der Zugang zu 100 Megabits pro Sekunde für jedes angeschlossene Desktop.

Indiana University Abilene NOC Weathermap

http://loadrunner.uits.iu.edu/weathermaps/abilene/abilene.html

Dahinter steht Europa durchaus nicht zurück. Auf der Europarats (8)-Tagung im März 2000 in Lissabon wurde erklärt, daß Europa bis zum Jahr 2010 "zur wettbewerbsstärksten und dynamischsten wissensbasierten Ökonomie der Welt" werden soll. Insbesondere das Internet soll dazu genutzt und entsprechend zügig weiterentwickelt werden. (9)

In Deutschland wird das Wissenschaftsnetz (WiN) vom Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e.V. mit Sitz in Berlin - kurz: DFN-Verein - betrieben. WiN wurde 1985 von 11 Hochschulen, der Industrie und dem Bundesminsterium für Forschung und Technologie (BMFT) gegründet. 1989 gab es ein erstes Backbone-Netz, das mit Abilene vergleichbar ist, 1995 ein erstes Breitband-Wissenschaftsnetz (B-WiN), und seit dem Jahr 2000 gibt es das Gigabit-Wissenschaftsnetz G-WiN mit nationalem Backbone und zentralen Zugangsknoten. An G-WiN angeschlossen sind rund 500 Einrichtungen und ca. 1,5 Millionen Nutzer; es ist im europäischen Netz GÉANT integriert und mit Abilene sowie mit Netzen des asiatisch-pazifischen Raums im Internet2 verbunden. (10) Auch für die Mittelmeeranrainer-Länder befindet sich ein entsprechendes Netz im Aufbau.

Internationale Anbindung des Deutschen Forschungsnetzes

DFN-Verein, http://www.dfn.de/win/ausland/international.html

Zum europäischen Wissenschaftsnetz GÉANT gehören 3.000 Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen in 32 Ländern, und zwar vermittelt über 28 nationale und regionale Bildungs- und Forschungsnetzwerke. (11) Hier ist auch Kroatien eingebunden. Finanziert wird das europäische Wissenschaftsnetz durch die angeschlossenen Nationalstaaten sowie (zu etwa 40%) durch die Europäische Kommission.

Führend im Bereich der Neuen Medien in Kroatien ist allerdings kein europäischer Akteur, sondern das US-Unternehmen Edupoint Educational Systems, ein Broker weltweiter distance-learning-Angebote. Edupoint ist Betreiber des kroatischen Wissenschaftsnetzes CARNet und verbindet somit das kleine Land im Windschatten der Europäischen Union mit der großen weiten Welt des globalen Bildungsmarkts. (12)

DANTE/ GÉANT, http://www.dante.net/geant/Geant%20topology%200303%20A4%2072.jpg

Der universitäre Campus ist bedeutender Entwicklungs- und Anwendungsbereich für die verzweigten Programme, mittels derer die EU-Kommission und die nationalen Regierungen der EU-Mitgliedsländer in Kooperation mit der Wirtschaft die Entstehung und Gestaltung der "europäischen Wissensgesellschaft" steuern. Dabei geht es keineswegs nur um die einheimischen Bildungsmärkte, sondern vor allem auch um die explodierenden Bildungsmärkte in ganz anderen Regionen der Welt, insbesondere solchen, in denen die Privatisierung des Bildungssektors soweit fortgeschritten ist, daß kommerziellen Anbietern praktisch keine strukturellen Hindernisse (z.B. in Form nationaler Handelsschranken) im Wege stehen. Die am meisten umkämpften Absatzregionen des globalen Bildungsmarkts sind derzeit wohl asiatische und lateinamerikanische Länder.

In Ländern wie Brasilien, Indien, Kolumbien, Indonesien, Korea und den Philippinen liegt der Studierendenanteil im tertiären Sektor an Privat-Instituten zwischen 60 und 85 %. In privater Hand liegen z.B. in Indien 75 % aller Colleges, in China 1.274 Institute mit 4 Mio. Studierenden. Allein in China sind in den Jahren 1995-99 im tertiären Bildungssektor 500 Institute neu entstanden, viele davon in Kooperation mit Anbietern aus OECD-Ländern. Wachsende Teile dieses Bildungsmarkts entfallen auf den Einsatz der Informations- und Kommunikations-, kurz IuK-Technologien. Dabei kommen zwei Tendenzen zusammen: ein rasantes Wachstum des Handels mit Bildungsdienstleistungen innerhalb der OECD sowie ein sprunghafter Anstieg des Exports von Bildungsdienstleistungen aus OECD-Ländern in Drittländer, insbesondere in Schwellenländer. (13)

Ein Beispiel. Zu den wettbewerbsstärksten Bildungsexportländern gehört Australien. Gemessen an der Gesamtzahl der ausländischen Studierenden in australischen Institutionen:

Mehr als die Hälfte aller auswärtigen Studierenden aus Singapur, Hongkong und China, die australische Bildungseinrichtungen nutzen, sind in offshore-Kursen eingeschrieben. (14)

Die Dominanz der englischen Sprache befördert und verstärkt die Konkurrenzvorteile der bildungsexportstarken Länder Australien, USA, Kanada, Neuseeland und Großbritannien. Diese Länder bemühen sich in den im Rahmen der WTO geführten GATS-(15)Verhandlungen um weitere Liberalisierung des globalen Bildungsmarkts. Ihnen gegenüber steht eine wachsende Zahl politischer Vereinigungen und Körperschaften aus Ländern und Regionen der EU, aber auch aus nicht-EU- sowie außereuropäischen Ländern, die vor kultureller Überformung, Verlust an kultureller und sprachlicher Vielfalt und einer McDonaldisierung der Bildungseinrichtungen warnen, wenn für diese das gleiche Freihandelsregime gilt wie für Stahl und Rindfleisch - was im Übrigen für die EU-Mitgliedsländer schon seit dem ersten GATS-Abkommen, das 1995 in Kraft trat, weitgehend der Fall ist. (16) Ich komme darauf zurück.

In: Kurt Larsen, Stéphan Vincent-Lancrin (Centre for Educational Research and Innovation, CERI):
The learning business - Can trade in international education work? In: OECD-Observer March 06, 2003, http://www.oecdobserver.org/news/fullstory.php/aid/872/The_learning_business.html

Auch in Deutschland dreht sich die Auseinandersetzung in der Bildungs- und Wissenschaftspolitik gegenwärtig um die Alternative "Erhalt öffentlicher Bildung"/ "Bildung ist keine Ware" auf der einen oder "Konkurrenzfähigkeit auf dem globalen Bildungsmarkt" auf der anderen Seite. Die deutschen Akteure sind z.B. davon beeindruckt, daß Erlöse in Höhe von rund 10 Mrd. US-Dollar jährlich aus Studiengebühren und sonstigen Bildungsausgaben europäischer und vor allem asiatischer Studierender an amerikanischen Universitäten (bereits im Jahr 2000) die fünftgrößte Quelle aller Einnahmen der USA aus exportierten Dienstleistungen darstellen. Dem will man nacheifern, u.a. mit Internetportalen wie Gate Germany (17) und HiPotentials (18), in denen für den Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland geworben wird.

Ein wesentliches Element im Beziehungsgeflecht von Neuen Medien und globalem Bildungsmarkt ist die Konzeption - oder in mancher Hinsicht auch nur Rhetorik - Lebenslangen Lernens. Sie hat einschneidende Konsequenzen in Richtung auf die Privatisierung und Kommerzialisierung des Bildungswesens und auch für tiefgreifende Umdefinitionen der Lehrerrolle. Ich will darauf nur kurz eingehen. In ihrem Bericht Lebenslanges Lernen in der globalen Ökonomie von 2002 notiert die Weltbank:

"Neue Anbieter streben an, das traditionelle Bildungs- und Ausbildungssystem zu ergänzen, und zwingen es in den Wettbewerb: darunter private Weiterbildungsinstitute, virtuelle Universitäten, internationale Anbieter, corporate universities, Lehrmittelverlage, Makler für elektronische Inhalte, Medienkonzerne. Dieses Wachstum des privaten Sektors deutet" - jedenfalls nach Auslegung der Weltbank - "auf die wachsende Nachfrage nach mehr und besserer Bildung ebenso hin wie auf die Unzufriedenheit mit dem traditionellen Bildungs- und Ausbildungssystem." (19)

Eine andere Auslegung desselben Vorgangs lautet, daß der öffentliche Bildungssektor durch gezielte Unterfinanzierung und begleitenden Wegfall von Handelsschranken soweit heruntergebracht wird, daß die feindliche Übernahme durch kommerzielle Dienstleistungsunternehmen und private »Berater« (20) von den Umstehenden früher oder später mit Erleichterung begrüßt wird - wenn vielleicht auch nur kurzzeitig. Die Informations- und Kommunikationstechnologien - deren technologische Weiterentwicklung inzwischen von äußerst aggressiv gehandhabten ökonomischen Interessen korrumpiert wird - werden dabei als Hebel für die Transformation der bestehenden Bildungssysteme und insbesondere für den Übergang vom "traditionellen" zum "lebenslangen Lernen" propagiert:

"IuK-Technologien können das learning by doing (zum Beispiel durch Computersimulation) erleichtern. Sie können die den Lernenden verfügbaren Informationsressourcen bedeutend steigern und dadurch das Verhältnis von Lehrenden und Lernenden verändern. Sie können gemeinsames Lernen und schnelle Rückmeldung an die Lernenden erleichtern." (21)

Gleichzeitig wird gemahnt, daß die gewünschten Resultate nicht einfach dadurch zu erzielen seien, daß man Computer in die Lernumgebung einführt. Vielmehr müßten zugleich angemessene politische Rahmenbedingungen geschaffen werden. (22) Die Weltbank attribuiert, in propagandistischer Schlichtheit, wie folgt:

Characteristics of Traditional and Lifelong Learning Models

Traditional learning model

Lifelong learning

The teacher is the source of knowledge

Educators are guides to sources of knowledge.

Learners receive knowledge from the teacher.

People learn by doing.

Learners work by themselves.

People learn in groups and from each other.

Tests are given to prevent progress until students have completely mastered a set of skills and to ration access to further learning.

Assessment is used to guide learning strategies and identify pathways for future learning.

All learners do the same thing

Educators develop individualized learning plans.

Teachers receive initial training plus ad hoc in-service training.

Educators are lifelong learners. Initial training and on-going professional development are linked.

Good" learners are identified and permitted to continue their educations.

People have access to learning opportunities over a lifetime.

The World Bank Group, Lifelong Learning ...
http://www1.worldbank.org/education/pdf/Lifelong%20Learning_GKE.pdf
 
S. xi

In Kooperation mit der International Finance Corporation und ihrem Internetauftritt EdInvest - Facilitating Investment in the Global Education Market (23) veröffentlicht die Weltbank in regelmäßigen Abständen Länderberichte, in denen es um die Einschätzung des politischen Klimas für private Investoren in den jeweiligen Bildungssektoren geht. Dabei ist die Weltbank insgesamt bemüht, die Privatisierung des postsekundären Bildungssektors zu befördern. Der Länderbericht für Kroatien - gleichzeitig veröffentlicht mit dem für Albanien - kommt zu dem Schluß, daß die Bedingungen für private Anbieter hier vorsichtig als günstig angesehen werden können, wenn potentielle Investoren bereit sind, sich eine Marktnische zu suchen, und daß public-private partnerships den Schlüssel zur Umsetzung der von der Regierung eingeleiteten (auf Dezentralisierung und Privatisierung zielenden) Reformen bilden könnten. (24)

Kroatien ist dem Übereinkommen über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in der europäischen Region, der sogenannten Lissabon-Konvention (25) von 1997 beigetreten, bemüht sich mithin um Anschlußfähigkeit und Anerkennung seiner Studiengänge im europäischen Bildungsraum. Die Netze werden aber auch weiter ausgespannt. Seit 1997 gibt es in Kroatien mit dem American College of Management and Technology (26) die erste private internationale akademische Ausbildungsinstitution; inzwischen sind es mehr als zehn. (27) Das ACMT ist eine gemeinsame Gründung des Polytechnikums in Dubrovnik und des Rochester Institute of Technology (29) mit Sitz im US-Bundesstaat New York; sein Diplom ist in Kroatien und in den USA anerkannt.

Ich vermute jedoch, daß auch in Kroatien die Frage der Vermarktförmigung von Bildungseinrichtungen und Bildungsprozessen nicht ohne Kontroversen verläuft - zumal auch einige kroatische Regionalminister für Bildung der Brixener Erklärung zur Kulturellen Vielfalt und GATS (30) beigetreten sind, die im Oktober 2002 verabschiedet wurde. In dieser Erklärung wenden sich die in der Versammlung der Regionen Europas (31) vertretenen Regionalminister für Bildung (32) dagegen, daß die EU-Kommission gegenüber der Welthandelsorganisation weitere Verpflichtungen zur Handelsliberalisierung im Bereich höherer Bildung übernimmt. Eben hierüber wird gegenwärtig im Rahmen des Allgemeinen Abkommens über den Handel mit Dienstleistungen (GATS) bei der WTO verhandelt.

Seit 1995 regelt das GATS den weltweiten Handel mit Dienstleistungen, auch im Bildungssektor. In der neuen Verhandlungsrunde geht es um weitere Liberalisierung nach GATS-Regeln. Möglich wäre demnach beispielsweise, den europäischen Bildungsmarkt für US-Produkte zu öffnen, um im Gegenzug in den US-Markt pharmazeutische oder landwirtschaftliche Produkte aus EU-Ländern exportieren zu können. "Denkt man an Handel, dann mögen einem Vereinbarungen über Bananen, Rindfleisch und Stahl in den Sinn kommen. Aber wahrscheinlich nicht Bildung", hieß es kürzlich im International Herald Tribune. Und weiter: "Heute jedoch, mit dem Aufkommen des weltweiten Bildungsmarkts als einem der lebhaftesten und am schnellsten wachsenden Geschäftsbereiche, setzt eine Reihe von Ländern das Klassenzimmer auf die Tagesordnung der Welthandelsorganisation." (33)

Anträge auf weitere Liberalisierung des Handels mit Bildungsdienstleistungen liegen der WTO von den USA, Australien und Neuseeland vor. Zu den Handelsschranken, die aus Sicht dieser Länder künftig wegfallen sollen, gehören unter anderem:

Die EU-Kommission hat - trotz Beteuerungen, im Bildungsbereich keine weitere Liberalisierung vorzunehmen - die USA in der jetzigen GATS-Verhandlungsrunde ihrerseits zur Öffnung ihres Marktes aufgefordert. Der Grund ist: Höhere Bildung, Erwachsenenbildung und Weiterbildung sind profitträchtige Segmente des world education market. Die USA sind hier besonders exportstark, aber nach innen wenig liberalisierungswillig. Kritiker befürchten, daß die EU-Kommission mit diesem Vorstoß nicht nur neue Liberalisierungsforderungen der USA provoziert. Sondern daß die EU-Kommission damit außerdem klarstellt, daß sie höhere Bildung als öffentliches Gut zu verscherbeln bereit ist - nämlich für die Möglichkeit schrankenlosen Handels mit anderen, aus EU-Sicht konkurrenzfähigeren und lukrativeren Dienstleistungen. Die Folge wäre die weitere Privatisierung und Kommerzialisierung des europäischen Bildungsraums.

Eben davor warnen auch die Regionalminister für Bildung in ihrer Brixener Erklärung. Das GATS garantiert zwar "mit seiner Definition von ´Dienstleistungen, die in Ausübung hoheitlicher Gewalt erbracht werden´ " (35), daß diese vom Wettbewerb ausgenommen sind. Demnach verbliebe die endgültige Entscheidung darüber,

"wo Bildung, Kultur und Medien für privaten Wettbewerb zu öffnen sind oder Privatunternehmen, einschliesslich Filialen ausländischer Unternehmen, der Zugang zu öffentlichen Fördermitteln gestattet bzw. verweigert wird",

bei den jeweiligen staatlichen oder regionalen Behörden. Anderseits aber besteht Unklarheit in der Definition des Terminus "in hoheitlicher Gewalt erbracht". Denn die Einschränkung des Welthandels mit Bildung da, wo Bildung staatliche Hoheitsaufgabe ist, gilt dem GATS zufolge "nur für ´jede Art von Dienstleistung, die weder zu kommerziellen Zwecken noch im Wettbewerb mit einem oder mehreren Dienstleistungserbringern erbracht wird´ " (36). Da jedoch in keinem Staat die Dienstleistungsstrukturen für Bildung, Kultur und Medien ausschließlich in öffentlicher Hand sind, könnte sich die Ausnahmeklausel für die "in Ausübung hoheitlicher Gewalt erbrachten Dienstleistungen" als nicht ausreichend erweisen. Status und Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen könnten immer wieder durch private Anbieter in Frage gestellt werden.

Problematisch ist ferner der Terminus "zu kommerziellen Zwecken". Er beinhaltet die Vorstellung, daß ein Verbraucher für jede Dienstleistung bezahlt, auch für die des öffentlichen Sektors. Mit der Überstellung ins GATS-Regime würde daher "jede Dienstleistung als zu einem kommerziellen Zweck erbracht angesehen", fiele also unter die Deregulierungsverpflichtungen des GATS. (37) Die Folge wäre, daß der öffentliche Sektor durch private Anbieter niederkonkurriert werden kann, bis er aufhört zu existieren und das Feld endgültig der Profitwirtschaft überlassen bleibt. Die Regionalminister fordern daher, daß Bildung, Kultur und Medien von den weiteren GATS-Verhandlungen ausgenommen werden, bis rechtlich eindeutige Interpretationen der umstrittenen Aspekte vorliegen; und sie fordern "ein Internationales Abkommen für den Schutz der Vielfalt in Bildung, Kultur und Medien unter besonderer Berücksichtigung der regionalen Dimension". (38)

Mit ihrer Kritik an der GATS-Verhandlungsstrategie der EU stehen sie keineswegs allein. Auch die European University Association - Vereinigung der europäischen Universitäten und Hochschulrektorenkonferenzen - warnt seit längerem vor weiteren Handelsliberalisierungen im höheren Bildungssektor, unter anderem in gemeinsamen Stellungnahmen mit US-amerikanischen und kanadischen Hochschulverbänden sowie mit der Union der europäischen Studierenden. (39) In diesen Stellungnahmen wird davor gewarnt, Bildung als öffentliches Gut abzuschaffen und sie zur - global handelbaren - Ware zu machen. (40)

Im Hinblick auf den entstehenden globalen Bildungsmarkt gibt es also, wie wir gesehen haben, eine anscheinend (noch) weithin einvernehmlich gestaltete gemeinsame technologisch- infrastrukturelle Basis. Aber es gibt daneben offensichtlich zwei einander widerstreitende ökonomisch-politische Interessenlagen und Strategien. Die eine zielt auf die Beseitigung aller noch verbliebenen internationalen Handelsschranken, die andere auf Wahrung und Schutz nationalstaatlicher politischer Gestaltungsmöglichkeiten sowie regionaler Vielfalt. Diese letztere, die "Schutz der Vielfalt"-Strategie, zielt auf den Schutz des europäischen Bildungsraums vor auswärtiger Konkurrenz, vermutlich zumindest solange die EU-Bildungsindustrie, z.B. etwa hinsichtlich der Content-Entwicklung, nicht mithalten kann. Nicht endgültig ausgemacht scheint, ob die "Schutz der Vielfalt"-Strategie Anknüpfungspunkte für Bündnisse mit Globalisierungskritikern bietet, die dem Ausverkauf des öffentlichen Sektors entgegentreten, wie zum Beispiel ATTAC (41) oder auch Interessenvertretungen der Entwicklungsländer, oder ob doch letztlich beide Strategievarianten eine weltweite Kommerzialisierung und Privatisierung des Bildungs- und Wissenschaftssektors verfolgen.

Per Nyborg, der Vorsitzende der Kommission für Höhere Bildung und Forschung des Europarats, weist jedenfalls auf die Reibungsflächen hin, die dadurch entstehen, daß der globale Handel mit Bildungsdienstleistungen unter dem WTO/ GATS-Regime parallel zum Bologna-Prozeß vorangetrieben wird: Ob nämlich

"der Bologna-Prozeß, der auf Kooperation basiert, und GATS, das auf Wettbewerb basiert, im höheren Bildungssektor nebeneinander bestehen können", (42)

sei eine offene Frage. Oder vielmehr: Für mehr und mehr Betroffene und Beteiligte ist sie nicht mehr offen, seit sie begonnen haben, sich genauer mit dem Vorgang auseinanderzusetzen.

Ich komme zum Schluß. Bis vor kurzem noch eher arkane Angelegenheiten wie Copyright und geistiges Eigentum gehören heute auf dem Campus zu den Themen, die am meisten Sprengstoff enthalten: Künftig wird die Schlacht um höhere Bildung zwischen pädagogischen und wissenschaftlichen Standards einerseits, dem schnellen Profit andererseits ausgetragen. (43) In vieler Hinsicht ist dies gleichbedeutend mit dem Kampf um den Erhalt öffentlicher Bildung, öffentlicher Wissenschaft und kostenloser Zugänge - der noch kaum begonnen hat - auf der einen und der lückenlosen Durchsetzung von Privatisierung, Kommerzialisierung und totaler Kontrolle über Inhalte und technologische Infrastruktur - die in vollem Gange ist - auf der anderen Seite. Auf dieser Seite wird an einer Vision gearbeitet, deren weltumspannende Realisierung - auf dem Wege der US-dominierten, weitgehend monopolistisch vorangetriebenen, korrumpierten Weiterentwicklung der IuK-Technologie - alles andere als weit entfernt ist:

"In Zukunft wird es nur noch ´den Nutzer´ geben, der individuell, personalisiert, ortsunabhängig und je nach Möglichkeit und Bedarf Kommunikationstechnologie in Anspruch nimmt." (44)

Der dann aber auch - nicht zu vergessen - genauso »individuell, personalisiert, ortsunabhängig und je nach Möglichkeit und Bedarf« zur Kasse gebeten wird. (45)


Neue Medien und der Kampf ums Eigentum - Digital Rights Management
"(1) Digitale Konfektion: Inhalte wie Musik, Filme oder Texte werden für den Vertrieb per Internet aufbereitet: Sie werden digitalisiert, komprimiert (MP3, MPEG) und verschlüsselt.
(2) Schaufenster im Netz. Die verschlüsselten Daten liegen auf einem Server zum Download bereit.
(3) Schlüssel gegen Geld: Der Nutzer erwirbt einen Schlüssel zur einmaligen, mehrmaligen oder unbegrenzten Nutzung der Inhalte.
(4) Jederzeit, überall: Mit dem Schlüssel kann der Nutzer die Musik hören oder den Film betrachten, und zwar auf unterschiedlichen mobilen oder festen Abspielgeräten. Der Schlüssel ist an die Person gebunden, nicht ans Gerät." (46)



Anmerkungen
1) Michael Barker: E-Education Is the New New Thing. In: Strategy & Business, Issue 18 (2000) (http://www.epb.uni-hamburg.de/erzwiss/lohmann/Materialien/Barker.pdf); alle Hyperlinks in diesem Text wurden zuletzt überprüft am 3. Mai 2003.
2) "The next big killer application for the Internet is going to be education. Education over the Internet is going to be so big, it is going to make e-mail look like a rounding error." Zit.n. Barker a.a.O, S. 108.
3) Nach http://www.oecd.org/EN/document/0,,EN-document-0-nodirectorate-no-12-36450-0,00.html; http://www.oecdobserver.org/news/printpage.php/aid/872/The_learning_business.html; Harry A. Patrinos (World Bank): Global Market for Education. IIR's 3rd Annual Education Industry Investment Forum, Phoenix, AZ, March 11-14, 2001, http://www.ifc.org/edinvest/Harry%20Patrinos.ppt
4) von 135.000 insgesamt eingeschriebenen
5) vgl. University of Phoenix Europe, http://www.millian.nl/handboeken/presentaties.php?onderdeel=master&presentatieid=83; Überlegungen zur Einrichtung einer Deutschland-Filiale hat die UoP-Eigentümerin, Apollo Group Inc., kürzlich wohl eingestellt.
6) internet2, http://www.internet2.edu/about/aboutinternet2.html
7) http://abilene.internet2.edu/
8) Council of Europe, gegründet 1950, z.Zt. 41 Mitgliedstaaten, darunter Kroatien. Ziele sind: Schutz der Menschenrechte, Förderung der Entwicklung einer gemeinsamen kulturellen Identität, Suche nach Lösungen für die gesellschaftlichen Probleme Europas, Konsolidierung der demokratischen Stabilität in Europa durch Schutz der Minderheiten, http://www.dipf.de/datenbanken/europalinks_int_io.htm
9) European Commission: Research Networking in Europe - Striving for Global Leadership, September 2002, S. 29, http://www.dante.net/pubs/ECbrochure.html sowie http://www.cordis.lu/list/rn/home.html
10) vgl. DFN-Verein, http://www.dfn.de/win/ sowie Gudrun Quandel: Wissenschaftsnetze - Herausforderung Infrastruktur, http://www.uni-muenster.de/PeaCon/medkomp/cd/thema3/frameset_quandel.htm
11) GÈANT, http://www.dante.net/geant/about-geant.html
12) vgl. http://edupoint.carnet.hr/; das 1999/2000 gegründete Unternehmen "EduPoint.com is setting itself up as an intermediary to bring students to appropriate courses in established universities-the university gives up a percentage of its proceeds to EduPoint as a kind of finder's fee", so Kermit M. Patton in: SRI Consulting Business Intelligence, Wild Cards, March 2000, http://www.sric-bi.com/BIP/DLSS/DLS2268.shtml; Edupoint "[p]rovides Fortune 1000 Corporations with centralized access to over 1.5 million learning opportunities through more than 4,000 learning providers", zit.n. Bob Jensen, Trinitiy University, http://www.trinity.edu/rjensen/000aaa/updateel.htm; "EduPoint does not develop its own courses, but attempts to list all the options that are available. Company officials hope their partnerships with large corporations -- which contribute a significant slice of continuing education students -- will help them capture new customers," so Katie Dean in: Setting Their Site on Education, Wired Magazine vom 11.2.2000, http://www.wired.com/news/business/0,1367,34109,00.html sowie http://www.wired.com/news/print/0,1294,34109,00.html; Edupoint-Selbstdarstellung: "We are your complete learning resource. We provide more classes in more locations, complete course descriptions, quick and easy online registration, guidance from academic advisors and financial aid information, EduPoint.com is the world's marketplace for continuing education", in: Abbycon.com's Directory of Distance Education, http://www.abbycon.com/educational/DistanceEducation.htm
13) Zahlenangaben: vgl. Anm. 3; OECD-Mitglied ist unter den in diesem Absatz genannten Ländern nur Korea. Vgl. für die USA United States General Accounting Office, Report: Growth in Distance Education - Programs and Implications, Sept. 2002, summary: "Overall, about 1.5 million out of 19 million postsecondary students took at least one distance education course in the 1999-2000 school year. These 1.5 million distance education students differ from other postsecondary students in a number of respects. Compared to other students, they tend to be older and are more likely to be employed full-time and attending school part-time. They also have higher incomes and are more likely to be married. Most students take distance education courses at public institutions, with more taking courses from two-year schools than from four-year schools. The Internet is the most common mode of delivery for providing distance education", GAO-02-1125T, http://www.gao.gov/new.items/d021125t.pdf
14) Zahlenangaben: vgl. Anm. 3.
15) General Agreement on Trade in Services
16) Vgl. Karlheinz Heinemann: Kuhhandel der Europäer ist nicht auszuschließen. Die USA dringen auf Liberalisierung von "Bildungsdienstleistungen". Zum Stand der GATS-Verhandlungen. In: Frankfurter Rundschau vom 30.4.2003; ders.: Allerweltsprodukt Bildung? GATS - Freihandel und die Folgen für das Bildungswesen. In: Erziehung & Wissenschaft (2002) 4, http://www.gew.de/wissen/zeitschriften/e-w/2002/2002-4/texte/d_s-06.htm
17) http://www.gate-germany.de/index_ns.jsp
18) http://www.hipotentials.de/content/de/index/, http://www.campus-germany.de/
19) World Bank: Lifelong Learning in the Global Knowledge Economy: Challenges for Developing Countries. Oct. 2002, http://www1.worldbank.org/education/life_index.htm, hier http://www1.worldbank.org/education/pdf/Lifelong%20Learning_GKE.pdf, S. x
20) Zur Rolle der sogenannten privaten Berater vgl. M. Bennhold: Die Bertelsmann Stiftung, das CHE und die Hochschulreform. Politik der ´Reformen als Politik der Unterwerfung. In: Ingrid Lohmann, Rainer Rilling (Hg.): Die verkaufte Bildung. Kritik und Kontroversen zur Kommerzialisierung von Schule, Weiterbildung, Erziehung und Wissenschaft. Opladen 2002, S. 279-299.
21) a.a.O., S. xixii
22) S. xii
23) http://www.ifc.org/edinvest/index.htm
24) EdInvest Newsletter Aug-Sept 2002, International Finance Corporation/ World Bank, ; Autorin des Länderberichts Kroatien ist Frances Tsakonas vom griechischen Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten; sie ist auch Autorin von Hintergrundstudien für den Weltbank-Bericht Lifelong Learning in the Global Knowledge Economy (2002)
25) Text z.B. in Österreichisches Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, http://www.bmbwk.gv.at/medien/7312_Lissabon_dt.pdf
26) American College of Management and Technology, Kroatien, http://www.acmt.hr/about/vm.htm
27) zu den Privatinstituten vgl. kroatisches Ministerium für Wissenschaft und Technologie, http://www.mzt.hr/mzt/eng/activities/highedu/private.htm
28) Veucilište u Dubrovniku - Collegium Ragusinum (Polytechnikum Dubrovnik), http://www.vdu.hr/Ustanova/English/english.html
29) Rochester Institut of Technology, http://www.rit.edu/
30) Brixener Erklärung, http://www.are-regions-europe.org/PDF/CD-Main_Texts/Brixen-Declaration-def-D.pdf
31) Versammlung der Regionen Europas, http://www.are-regions-europe.org/DE/
32) acht der 20 Regionen Kroatiens (Hrvatska) gehören der Versammlung an, nämlich: Dubrovnik-Neretva, Grad-Zagreb, Istra, Krapinsko-Zagorska, Medimurje, Primorje-Gorski kotar, Varazdin, Zagreb; aus Deutschland sind ihr beigetreten die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Thüringen.
33) Thomas Fuller: Education exporters take case to WTO. In: International Herald Tribune, Special Report p.15, Tuesday, February 18, 2003, http://www.epb.uni-hamburg.de/erzwiss/lohmann/Lehre/som3/edu-export.htm
34) US (2000): Communication from the United States: Higher (Tertiary) Education, Adult Education, and Training, 18 December 2000. (00-5552) Council for Trade in Services, WTO S/CSS/W23, http://www.wto.org/english/tratop_e/serv_e/s_propnewnegs_e.htm (Education Services)
35) GATS, Artikel I-3
36) Brixener Erklärung a.a.O.
37) Brixener Erklärung a.a.O.
38) ebd.
39) http://www.unige.ch/eua/En/Activities/WTO/; http://www.esib.org/news/EUAESIBjointdeclarat.pdf
40) Das endgültige Verhandlungsangebot der EU sollte nach WTO-Verhandlungszeitplan am 31. März 2003 vorliegen; veröffentlicht wurde es schließlich am 29 April, vgl. Europäische Kommission, Directorate-General for Trade: Trade in Services. Conditional Offer from the EC and its Member States. Brüssel, http://www.gatswatch.org/docs/offreq/EUoffer/EU-initialoffer.pdf, kritisch dazu GATSwatch Amsterdam, Stellungnahme vom 1.5.2003, http://www.gatswatch.org/offer-react.html
41) Association pour la Taxation des Transactions financières pour l'Aide aux Citoyens, http://www.attac.org/indexfla.htm
42) Per Nyborg: European co-operation in the light of GATS - Quality assurance and recognition: The importance of the Lisbon Convention. Vortrag, UNESCO Global Forum 17-18 October 2002, http://www.see-educoop.net/portal/id_bologna.htm
43) so bereits vor fünf Jahren David Noble: Digital Diploma Mills, Part II. The Coming Battle over Online Instruction. (1998) http://www.uwo.ca/uwofa/articles/di_dip_2.html
44) Quandel, Herausforderung Infrastruktur, a.a.O., S. 23
45) vgl. dazu zuletzt Richard Sietmann: Wissensgesellschaft für alle? Zur künstlichen Verknappung von »Wissen«. In: Forum Wissenschaft 20 (2003) 2, S. 6-10 (vgl. http://www.bdwi.de/forum/forum.htm); ders.: Wissen ist Geld. Urheberschutz, geistiges Eigentum und die Rechteverwerter. In: c´t (2002) Heft 24, S. 108-117; Christoph Drösser: Ewig lockt die Tantieme. Industrie und Autoren holen zum Schlag gegen die Raubkopierer aus. Der Konsument soll die digitalen Werke nur noch eingeschränkt nutzen können. In: Die Zeit Nr.10 vom 27. Februar 2003, S. 33.
46) Die Zeit Nr. 10 vom 27.2.2003, S. 33. ZEIT-Grafik/Phoebe Arns


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