Kerncurriculum-Proseminar
Gesellschaftliche Bedingungen von Bildung und Erziehung
(Bildung und Gesellschaft)
Sommer 2003
61.200

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts KC-EDU des E-Learning Consortiums Hamburg (ELCH)
FBE-Rahmenkonzept für diesen Veranstaltungstyp

Prof. Dr. Ingrid Lohmann
in Kooperation mit
Prof. Dr. Christine Mayer
und Dr. Andrea Liesner


dienstags 12-14
Raum 504
Magister: Allgemeine Erziehungswissenschaft
Diplom G1 G3 18
TeilnehmerInnenbegrenzung auf 30
Zentrale Anmeldung: hier

Kommentar:
Wenn Heranwachsende erzogen und gebildet werden, sich selbst bilden oder sich gegenseitig erziehen - immer sind Bildung und Erziehung Vorgänge, die vor allem gesellschaftlich bedingt, d.h. Bestandteil konkreter historischer, sozialer, ökonomischer und kultureller Verhältnisse sind. Bildung und Erziehung sind zu allen Zeiten gesellschaftliches Geschehen: Schon bevor Kinder in eine Familie hineingeboren oder eingeschult werden, sind sie in hochentwickelte gesellschaftliche Verhältnisse hineingestellt, die die Bedingungen ihres Aufwachsens bestimmen.
   Gegenstand des Seminars sind klassische und neue Texte aus Erziehungswissenschaft, Philosophie und Soziologie, in denen die Wechselwirkungen zwischen Bildung und Gesellschaft unter verschiedenen Aspekten (Problemdimensionen) analysiert und reflektiert werden.

Hilfsmittel:
Leitfaden zum richtigen Lesen
Hinweise zur Abfassung von Seminararbeiten
Hinweis zum "Kopf" der Hausarbeit

Suchmaschine
Bibliotheken der Universität Hamburg online

1.-3. Sitzung: Einstiegsphase

Problemdimension:
soziale Ungleichheit von Bildungschancen

- Klasse/ Schicht
- Geschlecht
- Ethnie
- soziale Ungleichheit / soziale Differenz

1) 15. April
Vorstellung des Seminars, Vergabe der Termine für die Sitzungsgestaltung,

Einstieg ins Thema.
Dazu die Protokollnotizen von Anne, Marc und Aretta

Teilnahmevoraussetzungen: Internetzugang, Email-Adresse

Leistungsnachweis:
- für regelmäßige aktive Teilnahme,
- Gestaltung einer Seminarsitzung oder Kurzreferat im Plenum,
- Protokoll einer Veranstaltung im Rahmen der Gründung des Bündnisses gegen die Privatisierung des Berufsschulwesens (HH, 29.4.) oder des 4. Europäischen PädagogInnen-Friedenskongresses (HH, Mo-Fr 30.6.-4.7.) oder des "Tags der Bildung" (HH, Fr. 27.6., GEW, BSV, BEVK),
- Hausarbeit (10-15 Seiten)
.
Hinweis: Bei mehr als zweimaligem Fehlen ist kein Scheinerwerb möglich!

Zusätzliche Hinweise für die Hausarbeit/ das Protokoll:
-
Für Dienstag, den 29. April ab 19 Uhr lädt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zur Gründung eines Bündnisses gegen die Privatisierung der Beruflichen Schulen ein (Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15, Raum A).
- Für Freitag, den 27. Juni, rufen die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die BundesschülerInnenvertretung (BSV) sowie der Bundes-Eltern-Verband Kindertageseinrichtungen (BEVK) zu einem bundesweiten "Tag der Bildung" auf, mit dezentralen Veranstaltungen u.a. in Hamburg. Der Tag steht unter dem Motto "Rettet die Bildung".
- Von Mo-Fr, 30.6.-4.7., findet in HH der Vierte Europäische PädagogInnen-Friedenskongreß statt.
An alle genannten Veranstaltungen können zum Seminar passende Hausarbeitsthemen thematisch angeknüpft werden; in diesem Fall führt dann die Hausarbeit das Veranstaltungsprotokoll weiter.

Die beim Einscannen der Texte entstandenen "Tippfehler" werden im Laufe des Semesters nach und nach beseitigt - Hinweise erwünscht!!

- Michael Hartmann: Und immer wieder der "Stallgeruch". Von einer sozialen Öffnung der gesellschaftlichen Eliten kann keine Rede sein. FR 28.1.3

- Encarnación Gutiérrez Rodriguez: Institutionalisierte Ethnisierung und Ausschließung. Die Konstruktion ethnisierter Kollektive für Staat, Bildung und Arbeitsmarkt (FoWi 20/2003/1 demnächst hier)

- Torsten Bultmann: "Bestmögliche Ausstattung jedes Einzelnen!" Zur Bedeutungsumwandlung von Chancengleichheit in der aktuellen Bildungspolitik. In: Forum Wissenschaft 18 (2001) 3, 47-50.

- J.-C.Passeron/ Pierre Bourdieu: Die Illusion der Chancengleichheit (1971), Auszüge, in: F. Baumgart (Hg.): Theorien der Sozialisation. Bad Heilbrunn 1997, 232-243.

- Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. (1979) Frankfurt/ M. 1984, 47-57 (o.F.)

- Heft 3/ 2003 der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Themenschwerpunkt: Bildung und soziale Ungleichheit (FBE-Bibl.)

2) 22. April

(s.o. die zusätzlichen Hinweise zu Hausarbeit/ Protokoll!)

Pierre Bourdieu: Ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital (1992)

Sabine Kiel: Mehr Bildungsbeteiligung, aber keine soziale Gerechtigkeit. Zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden  (2001)

Moderation: Anne-Marie

Pierre Bourdieus Kapitalbegriff

Pierre Bourdieu (1930-2002)

- Pierre Bourdieu: The essence of neoliberalism (1998)
- WDR-Dokumentation
- sites related to Bourdieu
- les pages
- hyperbourdieu
- "Vernetzt euch!" Interview 2000
- Bourdieu als Praxisdenker

Markus Schwingel:
Pierre Bourdieu zur Einführung, 3., verb. Aufl. Hamburg: Junius 2000.

- Hannelore Faulstich-Wieland/ Elke Nyssen: Geschlechterverhältnisse im Bildungssystem - Eine Zwischenbilanz. In: Rolff, H.-G./ Bauer, K.-O./ Klemm, K./ Pfeiffer, H. (Hg.): Jahrbuch der Schulentwicklung Bd. 10, Weinheim 1998, 163-199

3) 29. April

Georg Picht: Die deutsche Bildungskatastrophe (1964), Auszüge

Helge Pross: Über die Bildungschancen der Mädchen in der Bundesrepublik (1969)

- Doris Knab: Mädchenbildung (1970)

Moderation: Annkatrin, Maike

Bildung und Geschlecht



"judge women as people, not as wives"

Grundlagen modernen pädagogischen und gesellschaftspolitischen Denkens:
Jean-Jacques Rousseau

Jean Jacques Rousseau (1712-1778)


Rousseau, the philosopher

im Licht von Frauenforschung
(von Claudia Andel)

4.-10. Sitzung

Historisch-systematischer Teil

4) 6. Mai


Jean Jacques Rousseau:
Emile, oder Über Erziehung (1762), Auszüge

Der Gesellschaftsvertrag (1762), Auszüge

Erziehungsbegriff,
Eigentumsbegriff und Gesellschaftskritik,
Geschlechterverhältnis

Moderation: Carolin, Hülya

Kurzreferat Rosseau im Licht der Frauenforschung: Friederike

quotes from "Emile"


Everything is good as it leaves the hands of the author of things, everything degenerates in the hands of man (para 10).

You must choose between making a man and making a citizen, for you cannot do both at the same time (para 22).

Dare I express here the greatest, the most important, the most useful rule of all education? It is not to gain time but to lose it (para 271).

- P.Villaume: Ob der Staat sich in Erziehung einmischen soll? (zit.n. K. Dautel 1998:)

"Ich glaube also, daß 1) der Staat nicht allein kann, sondern MUSS für die Erziehung sorgen; 2. daß er die Erlaubnis, Kinder zu unterweisen und zu erziehen, erteilen MUSS, und zwar nur nach gehöriger Prüfung und mit beständiger Wachsamkeit über die Männer, welche er dazu bestellt hat; 3) daß er für die Bildung solcher Männer sorgen MUSS; 4) daß er jedem Unbefugten die Erziehung der Kinder untersagen MUSS, die eignen Kinder desselben VIELLEICHT ausgenommen ... 5) daß er soviel als möglich nach bewährten Erfahrungen den Unterricht und die Erziehung bestimmen MUSS, weil er den Eltern, den Kindern und den Bürgern für die Ruhe und Glückseligkeit derselben verantwortlich ist; 6) daß er aber hierin in kein großes Detail sich einlassen kann, mithin, daß er dieses seinen Verordneten überlassen muß; 7) daß er keine Methode auf ewig festsetzen darf; 8) daß dadurch die Rechte der Eltern keineswegs gekränkt, sondern vielmehr ihre billigen Forderungen an den Staat erfüllt werden." (Villaume in seiner Zeit als Professor an einem Berliner Gymnasium 1788)

Peter Villaume (1746-1806) war von 1787-1793 Professor der Moral und »schönen Wissenschaften« am Joachimsthalschen Gymnasium in Berlin. Er wurde bekannt als Jugendschriftsteller und gilt aufgrund seiner 1787 in Campes »Revisionswerk« erschienenen Schrift über die physische Erziehung als Vorläufer von GutsMuths und Jahn. (Anm. 176)

 

5) 13. Mai

Peter Villaume:
Individuelle Vervollkommnung und gesellschaftliche Brauchbarkeit. (1788)

dazu:
Müller/ Pollak: Mit der Bildung fängt es an
(Mai 2003)

freie Entfaltung der Individualität
vs.
gesellschaftliche Anpassung/ Verwertbarkeit

Moderation: Constanze, Angélique

Aufklärerisches pädagogisches Denken

zu Besuch bei GoetheVillaume zu Besuch bei Goethe (oder: so könnte es gewesen sein)

Villaume, Peter * 16. Juli 1746 in Berlin † 10. Juni 1825 in Fuirendal/ Dänemark; Theologe und Pädagoge. Der aus einer Hugenottenfamilie stammende V. wurde 1787 Professor am Joachimsthalschen ymnasium. Er lehrte Philosophie, Logik, Deutsch und Kunstgeschichte. V. war universell begabt und beschäftigte sich in seinen Werken mit politisch-sozialen und pädagogisch- psychologischen Problemen. Obwohl V. als einer der schärfsten und konsequentesten Denker der Aufklärungspädagogik angesehen werden muß, wurde er von der historischen Forschung nur wenig beachtet. Von Bedeutung sind seine Abhandlungen über Körpererziehung und Gymnastik. So war V. 1790 Mitinitiator des ersten Berliner Gymnastikplatzes. 1793 verließ er Preußen, da er die offizielle Kulturpolitik ablehnte. (zit.n. BMS-Lexikon)

- Staps, B.: Ein vergessener Pädagoge der Aufklärung: Peter Villaume (1746–1825). In: Berlinische Monatsschrift 3 (1994) 6
, 45–49

"Für die deutschen Aufklärungspädagogen stand fest, daß die..."

Neuhumanistische Bildungstheorie

"Die Verknüpfung unsres Ichs mit der Welt scheint vielleicht auf den ersten Anblick nicht nur ein unverständlicher Ausdruck, sondern auch ein überspannter Gedanke. Bei genauerer Untersuchung aber wird wenigstens der letzte Verdacht verschwinden, und es wird sich zeigen, dass, wenn man einmal das wahre Streben des menschlichen Geistes (das, worin ebensowohl sein höchster Schwung, als sein ohnmächtigster Versuch enthalten ist) aufsucht, man unmöglich bei etwas Geringerem stehen bleiben kann." (1792)

6) 20. Mai

Wilhelm von Humboldt: Ideen zu einem Versuch, die Gränzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen (1792), Abschnitte II+VI

Theorie der Bildung des Menschen
(1793)

Fragen an diesen Text
Fragen an die beiden o.g.Texte

- Faktoren, die das Individuum mit der "Welt" vermitteln
- Rolle des Staates im Bildungsgeschehen
- Anthropologie: wer wird ausgeschlossen?
- Geschlechterdifferenz

Moderation: Jana, Yvonne
Kurz zu Humboldts Biographie: Steffi
Kurzreferat Vergleichende Anthropologie: Nina



Wilhelm von Humboldt (1767-1835).
Philosoph, Diplomat, Sprachforscher; 1809/10 Leiter der Sektion für Kultus und öffentlichen Unterricht im preußischen Ministerium des Innern

Biographie + Werke

Gedanke einer vergleichenden Anthropologie... (1797)

Analyse der ökonomischen Widersprüche kapitalistischer Gesellschaften

Karl Marx (1818-1883)

"... wir wollen auch nicht darauf aufmerksam machen, daß die geistige Bildung, wenn der Arbeiter sie hätte, gar nicht direkt auf seinen Arbeitslohn einwirkt, daß die Erziehung überhaupt von den Lebensverhältnissen abhängt und daß der Bourgeois unter moralischer Erziehung die Eintrichterung bürgerlicher Grundsätze [versteht]..."

Best of Marx

7) 27. Mai


Karl Marx: Arbeitslohn (1847), MEW Bd.6, Abschnitt VI-VIII;

Kommunistisches Manifest (1848) MEW Bd.4. Abschnitt I+II  (mit F. Engels);  Fragen zum "Manifest"

Die englische Bourgeoisie. New York Daily Tribune, Leitartikel (1854), MEW Bd.10

- Klassencharakter des bürgerlichen Erziehungs- und Bildungsdenkens
- dessen fehlender Bezug zu Erwerbszwang und Lebenswelt des Proletariats
- Bildung als Ware

Moderation: Christine, Stefanie
Kurzreferat Karl Marx´ Biographie: Lina

H.J. Krysmanski:
Entwicklung und Stand der klassentheoretischen Diskussion

Club der toten Soziologen Stichwort: "Marx"

Werke online, mit sehr guter Suchfunktion

Barbara Ehrenreich: Amerika - ganz unten. (2001)

Aktualität der Marxschen Analyse
für den Bildungsbereich

8) 3. Juni

Ingrid Lohmann:
Strukturwandel der Bildung in der Informationsgesellschaft (1998)

Moderation: Liv, Edda

Reinhold Wagnleitner: Globalisierung - wovon reden wir eigentlich? (2003)

Erich Ribolits: Bildung als Ware. Über die zunehmende Marktförmigkeit der Bildung und die "Schulautonomie" (o.J.)

Ingrid Lohmann: Bildung - Ware oder öffentliches Gut? (2002)

Ingrid Lohmann: After Neoliberalism. Können nationalstaatliche Bildungssysteme den ´freien Markt´ überleben? (2002)

Matthias Feuser: Mehr Wettbewerb zwischen den Schulen (2002)

Werner Hoffacker: Reform oder Systemänderung Zur Übertragung betriebswirtschaftlicher Steuerungskonzepte auf das Hochschulsystem (2001)

Durkheim-Biographie

"Soziales mit Sozialem erklären"
Club der toten Soziologen, Stichwort "Durkheim"

weiterführende Lektüre:
Franzjörg Baumgart (Hg.): Theorien der Sozialisation. Bad Heilbrunn/ OBB. 1997, Kap. II.: Émile
Durkheim - Erziehung als soziale Tatsache, S. 29-77. (Texte von und zu Durkheim)

9) 17. Juni


Emile Durkheim:
Erziehung und Gesellschaft
.
Vorlesung an der Sorbonne (1902/ 03)

- Erziehung als soziale Tatsache
- der innere Zusammenhang zwischen Erziehung und Gesellschaft
- gesellschaftliche Homogenität und Arbeitsteilung

Moderation: Türkan
Kurzreferate: Eckpunkte von Durkheims soziologischer Theorie --> Britta
Durkheims Entdeckung des Problems der Schulklasse --> Omar


Emile Durkheim (1858-1917)

Erziehung und demokratische Gesellschaft

John Dewey (1859-1952), Philosoph und Pädagoge, Vizepräsident der Anti-Imperialist League 1910-1920, Ehrenvorsitzender des Committee on Cultural Relations with Latin America 1927


10) 24. Juni

John Dewey:
Mein pädagogischer Glauben (1897)


Democracy and Education (1916)
Auszüge aus Kap. 7

- Sprache, Umgangsformen und guter Geschmack
- psychologische und soziologische Bedingungen von Erziehung
- Erziehung (Bildung?) als Teilhabe am sozialen Bewußtsein der Menschheit

Moderation: Julia, Sandra

John Dewey: Imperialism is Easy. In: The New Republic 50 (March 23,1927).

John Dewey: Pädagogische Aufsätze und Abhandlungen. Mit einer Einleitung neu herausgegeben von Rebecca Horlacher und Jürgen Oelkers. Zürich 2002: Verlag Pestalozzianum/ Auer Verlag Donau-Wörth

John Dewey: Wie wir denken. Mit einem Nachwort neu herausgegeben von Rebecca Horlacher und Jürgen Oelkers. Zürich 2002: Verlag Pestalozzianum/ Auer Verlag Donau-Wörth.

Bohnsack, F.: Erziehung zur Demokratie. John Deweys Pädagogik und ihre Bedeutung für die Reform der Schule, Ravensburg 1976.

Dewey, J.M.: Biography of John Dewey. In: P.A. Schilpp (Hg.), The Philosophy of John Dewey, New York 1939.

Stefan Bittner: Learning by Dewey? John Dewey und die deutsche Pädagagogik 1900-2000. Bad Heilbrunn 2001 (rezensiert in Erziehungswissenschaftliche Revue
Jg. 1 (2002) Nr. 1).

John Shook: Der philosophische Hintergrund von Deweys pädagogischem Credo. In: Helmut Schreier (Hrsg.): Rekonstruktion der Schule. Stuttgart 2001.


Friedenserziehung - Erziehung zum Frieden

Bibliographie
Frieden, Friedensbewegung, Friedenserziehung

des Didaktischen Dienstes
Geschichte und Sozialwissenschaften
der Technischen Universität Berlin

11-13. Sitzung

Pädagogische Handlungsräume heute

11) 1. Juli (kein Plenum, sondern)

Teilnahme an einer Veranstaltung im Rahmen des Vierten Europäischen PädagogInnen-Friedenkongresses, Mo-Fr, 30.6.- 4.7. (Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15 + HMP, Von-Melle-Park) oder des "Tags der Bildung", Fr 27.6. (GEW, BSV, BEVK), dezentral z.B. in Hamburger Stadtteilzentren

dazu Protokoll einer Veranstaltung unter dem Aspekt pädagogischer Handlungsräume heute /  [Statement IL]

Kritische Theorie / Frankfurter Schule

Th.W. Adorno: Erziehung nach Auschwitz (1966)

Horkheimer/ Adorno: Elemente des Antisemitismus - Grenzen der Aufklärung

Th.W. Adorno: Culture industry reconsidered (from "The Culture Industry: Selected Essays on Mass Culture" London: Routledge, 1991)

Th. W. Adorno / Hellmuth Becker: Erziehung wozu? (1969)

J. Lechte: Adorno and contemporary philosophical debate (1994)

Biographische Daten zu Horkheimer

Helmut Peukert: Zur Neubestimmung des Bildungsbegriffs (1998)

Roger Behrens: Radikale Affirmation. Zur Ideologie eines postmodernen Bildungsbegriffs (1999)

12) 8. Juli

Th. W. Adorno:
Theorie der Halbbildung
(1959)


 

- Kritische Theorie der Gesellschaft
- Kritische Theorie der Erziehung/ Bildung
- Kritik an der Kritik

Moderation: Romina

Theodor Wiesengrund Adorno
(1903-1969)

Biographie und Werke 

Daten

 

 

Theo Hug: Postmoderne Erziehungswissenschaft (1996), Stichwort

13) 15. Juli

Fortsetzung Adorno, Halbbildung / Abschlußdiskussion

Moderation: Susane, Romina

Franz Josef Krafeld: Pädagogische und politische Handlungsansätze für die Arbeit mit rechtsextrem und fremdenfeindlich eingestellten Jugendlichen in Einrichtungen der Jugendsozialarbeit (2001)

Wolfgang Edelstein: Unsere Schule ruft Gegengewalt hervor (2002)

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Alternative Themenstellungen für die Hausarbeit:

1. Erörtern Sie vergleichend die Theorieansätze von Bourdieu, Durkheim und Dewey, und zwar mit Schwerpunkt auf dem Aspekt der sozialen Funktion von Erziehung/ Bildung und Bildungsinstitutionen (Schule, Familie) in diesen drei Ansätzen.

2. Erörtern Sie vergleichend die Theorieansätze von Bourdieu, Marx und Adorno im Hinblick darauf, wie Gesellschaftskritik und Kritik des Bildungsbegriffs bzw. der Bildungsinstitutionen darin jeweils verknüpft werden.

3. Erörtern Sie vergleichend die Theorieansätze von Rousseau, Humboldt und Bourdieu im Hinblick auf die Frage, wie das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft darin konzipiert und welche Bedeutung Bildung oder Erziehung dafür jeweils zugeschrieben wird.

Wählen Sie für Ihre Hausarbeit eines dieser drei Themen aus; überlegen Sie sich geeignete Untergliederungspunkte für Ihre Darstellung; gehen Sie in einem Schlußabschnitt der Frage nach, unter welchen Aspekten die untersuchten Theorien aus Ihrer Sicht besonders wichtig und aktuell sind.

website IL 12-02   Letzte Änderung: 15.7.3