Jüdische Bildungsgeschichte in Deutschland

Band 8
: Naphtali Herz Wessely — Worte des Friedens und der Wahrheit

[...] Der beeindruckende Band lädt zum Verweilen und zum Stöbern ein. Er macht Lust, die Debatte in ihrer Vielschichtigkeit und Vielstimmigkeit sowie in ihrer Verflechtung über einen großen Teil des europäischen Kulturraums hinweg zu entdecken. Das Werk wird daher mit Sicherheit dazu beitragen, eine längst fällige breitere Rezeption von Wesselys Sendschreiben und der daraus sich entwickelnden Kontroverse zu ermöglichen. Eine Rezeption, die neue und vertiefende Einblicke nicht nur in Wesselys Werk sondern auch in die Bildungsgeschichte des 18. Jahrhunderts verspricht.
Dorothea Salzer, Universität Potsdam, in PaRDeS. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien 22 (2016), 218-221, hier 221.

[...] gediegen eingeleitet, und vor allem hervorragend aus dem Hebräischen ins Deutsche übersetzt [...]. Insgesamt eine glanzvolle Leistung interdisziplinärer Zusammenarbeit der deutschsprachigen Jüdischen Studien.
Redaktion Kalonymos. Beiträge zur deutsch-jüdischen Geschichte aus dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut, 18 (2015) 2, 9.

[...] The well translated and edited texts in the volume offer the opportunity to gain insights in an exemplary conflict between tradition and modernity, which is similar to conflicts ongoing at present. Furthermore, the reproduced debate did not take place in Germany only, but in several different European cultures, so that the material also allows examining processes of cultural transfer. Additionally, Ingrid Lohmann highlights the importance of these sources for examining the process of the formation of the concept Bildung, a central term in German Enlightenment philosophy towards the end of the eighteenth century. She defends the thesis that Wessely's text Divre schalom we-emet "played a key role in the process of constituting the classical modern concept of Bildung, being a specific, so to speak regional version" of the "contemporary European discourse on property, national wealth and human rights" (p. 21). Wessely's texts on education were discussed in Berlin's intellectual circles, above all by a group gathered around Moses Mendelssohn, becoming thus, according to Lohmann's hypothesis, a blueprint for the concept of a general human education (Bildung), which later was considered classical. [...]
Christian Roith, Universidad de Almeria, in Paedagogica Historica 51 (2015) 6, 783-787, hier 784f.

Solche langjährigen Bemühungen um eine Edition sind noch in hundert Jahren nicht veraltet und haben deshalb Bestand. Gratulation!
Hanno Schmitt, Universität Potsdam

The book is one of the most impressive projects in the field! It should be known by all scholars who are interested in the modern Jewish education and the Haskalah.
Shmuel Feiner, Bar Ilan University, Israel

Gestern erhielt ich den Wessely – toll! So viel Material, so dicht dokumentiert.
Christoph Schulte, Universität Potsdam

Your impressive book is a fundamental work for the understanding of Wessely’s views and his importance as pathfinder of Jewish Enlightenment!
Moshe Pelli, University of Central Florida

Glückwunsch zu diesem opulenten Band! Das sieht wirklich wieder nach einer editorischen und übersetzerischen Meisterleistung aus.
Dirk Sadowski, Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, Braunschweig

Many thanks for the new book! It looks wonderful and we look forward to studying it!
Yael Okun, Director Manuscripts Department & Institute of Microfilmed Hebrew Manuscripts,
The National Library of Israel, Jerusalem

Das Buch sieht bereits von außen sehr beeindruckend aus. Was für eine mühselige Arbeit, wie viel sprachliche Kompetenz sind da zusammengekommen!
Juliane Jacobi, Universität Potsdam

Welch' Fundgrube! Allein die kompetente Übersetzung und Edition von Wesselys aufsehenerregenden pädagogischen Sendschreiben ist ein großes Geschenk. Indem der monumentale Band überdies die gesamte Debatte in ihrer Vielstimmigkeit umfassend dokumentiert, stellt er die Forschung nicht nur zur jüdischen Bildungsgeschichte des 18. Jahrhunderts auf eine völlig neue Grundlage. Ich habe begeistert gestöbert, mich festgelesen und vieles entdeckt, was mir bislang unbekannt war. Dass diese Quellenedition eine der größten Kontroversen der Haskala in deutscher Übersetzung erschließt, könnte dem interdisziplinären Austausch einen kräftigen Schubs geben, auch zwischen Judaistik und Germanistik.
Kathrin Wittler, Institut für deutsche Literatur, Humboldt-Universität zu Berlin