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Zentrum für Disability Studies (ZeDiS)

Das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) ist ein vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördertes Projekt. Es startete 2005 unter der Leitung von Prof. Dr. Gerlinde Renzelberg mit zwei Absolventen der Behindertenpädagogik in Hamburg. Inzwischen setzt sich das Team aus der Projektleiterin, fünf wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, einer Dipl.-Sozialpädagogin und einer Verwaltungsfachangestellten zusammen. Fast alle Projektmitglieder sind selbst von Behinderung betroffen.

Die Besonderheit von Disability Studies (DS) liegt darin, dass nun von Behinderung betroffene Menschen aktiv zu sie betreffenden Themen forschen. Während sie früher nur passive ‚Forschungsobjekte’ waren, bestimmen sie jetzt als ExpertInnen in eigener Sache selbst darüber, welche Forschungs- und Themenschwerpunkte sie besetzen – getreu dem Motto der DS: Nichts über uns ohne uns!

In Hamburg verstehen wir DS quasi als akademisches Sprachrohr der politisch-emanzipatorischen Behindertenbewegung und fühlen uns folglich unseren KooperationspartnerInnen aus dem Bereich der außerhochschulischen Selbstbetroffenen-Organisationen, die sich den Traditionen und Prinzipien der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung verpflichtet wissen, in besonderer Weise verbunden. Die Entwicklung aller unserer Aktivitäten und Angebote erfolgt unter maßgeblicher Einbeziehung und politischer Unterstützung von Selbstbetroffenen auch außerhalb der Universität.

Seit 2005 konnten wir unser Lehrangebot in Zusammenarbeit mit unseren KooperationspartnerInnen beständig ausbauen. Neben Seminaren zählt hierzu auch eine fortlaufend stattfindende Ringvorlesung „Behinderung ohne Behinderte!? Aspekte und Perspektiven der Disability Studies“. Die Ringveranstaltung bietet vor allem von Behinderung betroffenen Menschen die Gelegenheit insbesondere außerhalb des universitären Rahmens, über Themen aus ihrem Arbeits- und Erfahrungsbereich, die einen Bezug zu Disability Studies aufweisen, zu referieren. Hierdurch sollen aktuelle behindertenpolitische Fragen und Anliegen in den akademischen Diskurs hineingetragen werden.

Sämtliche Veranstaltungen des ZeDiS werden weitgehend barrierefrei ausgerichtet. Sie stehen allen Interessierten, Studierenden wie nicht Studierenden, offen. Die Vorträge der ReferentInnen aus den Ringveranstaltungen stehen zudem auf der Homepage des ZeDiS zum Herunterladen in screenreadertauglicher Form zur Verfügung.

Ziele des ZeDiS
  • Einrichtung der Disability Studies (DS) als neuer Wissenschaftszweig an der Universität Hamburg
  • Aufbau eines Bachelor- und Master-Studiengangs Disability Studies
  • Erweiterung des Studienangebots der Behindertenpädagogik und anderer Fachrichtungen
  • hochschulübergreifende Weiterbildung
  • Aufbau eines Ressourcenzentrums
  • neue Beschäftigungsmöglichkeiten für von Behinderung betroffene Studierende und AbsolventInnen


Zielgruppen

  • Studierende und WissenschaftlerInnen an Hochschulen
  • Personalverantwortliche
  • Beschäftigte mit (Fach-)Hochschulzugangsberechtigung oder mit abgeschlossener beruflicher Ausbildung
  • alle interessierten Menschen mit und ohne Schulabschluss


Aktivitäten und Angebote

  • regelmäßige Ringveranstaltung „Behinderung ohne Behinderte!?“
  • Seminare, Workshops und Tagungen
  • Initiierung, Durchführung und Begleitung von Forschungsprojekten und wissenschaftlichen Arbeiten zu DS
  • Vermittlung von Kontakten und Drittmitteleinwerbung
  • außeruniversitäre Beratung im Bereich der DS
  • Aufbau eines Netzwerkes mit Institutionen, Organisationen und Menschen aus dem Bereich der DS

Kontakt
Zentrum für Disability Studies (ZeDiS)
Universität Hamburg
Sedanstraße 19
20146 Hamburg

Fax (040) 428 38 – 33 92
Tel. (040) 428 38 – 55 22
eMail: zedis@uni-hamburg.de
Internet: http://www.zedis.uni-hamburg.de

Forschungsschwerpunkte:

Disability Studies

Webseite

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