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Prof. Dr. (i. Ruhestand), Chair Professor (National ChengChi University Taipei, Taiwan) Rainer Kokemohr

Die Postadresse lautet nach wie vor:

Fakultät 4 / EPB
Von-Melle-Park 8
20146 Hamburg

Meine Arbeitsschwerpunkte:

1. Bildungsprozessforschung;
2. Interaktionsanalysen in pädagogischer Absicht;
3. interkulturelle Kommunikation und Kooperation im Bildungsbereich;
4. Erziehungswissenschaftliche Biographieforschung;
5. historisch-systematische Einzelstudien zur Bildungsphilosophie;

(1) Unter dem Titel „Bildungsprozesstheorie“ arbeite ich an der Systematisierung zentraler Aspekte und Einsichten aus den Arbeitsbereichen (2) bis (5). Während erziehungswissenschaftliche Bildungstheorie und -philsophie traditionell eher auf die normativen Aspekte und Reflexionen der Idee des guten und gerechten Lebens aller ausgerichtet ist, interessiert mich im Verhältnis zu dieser Norm der empirische Gehalt tatsächlicher Prozesse von Bildung. Unter Bildungsprozessen verstehe ich dabei Prozesse, die durch widerständige Problemerfahrungen herausgefordert werden und vermöge derer Individuen oder Gruppen neue Grundfiguren ihres Welt- und Selbstverhaltens entwerfen, die ihnen erlauben, die anders nicht begreifbaren Erfahrungen zu bearbeiten. Das basale theoretische Paradigma dieser Überlegungen und Forschungen sehe ich in texttheoretischen Konzepten.

(2) Interaktionsanalysen in pädagogischer Absicht standen im Zentrum meines Interesses in den Jahren während und nach der Habilitation (1973). Während mich die Dissertation zur Bildungsphilosophie des jungen Nietzsche (Link) in die Auseinandersetzung mit den normativen Vorgaben des nachhegelianisch-bildungsbürgerlichen Bildungsdenkens geführt hatte, traten jetzt die empirische Beschreibbarkeit und die theoretische Deutbarkeit solcher Interaktionsprozesse in den Blick, von denen vermutet werden konnte, dass sie bildungsrelevant seien. Der Aufschwung ethnomethodologischer sowie sprachtheoretisch motivierter Forschung jener Jahre führte mich zu der Überzeugung, dass zwar wichtige Entdeckungen innerhalb der Kultur westlich-abendländischer Gesellschaften (und innerhalb des ihnen verpflichteten Modells von Schulunterricht) gemacht waren, dass aber die Kulturabhängigkeit sowohl institutionalisierten als auch funktionalen Lehrens und Lernens nicht hinreichend gewürdigt wurde. Auf dieses Bedenken geht meine Feldforschung zurück, mit der ich 1986 in Kamerun begonnen habe und die dann, motiviert durch das Interesse afrikanischer Kooperationspartner, zu unerwarteten Ufern geführt hat.

(3) Die Jahre 1986 bis 1990, während derer ich mich mehrmals zu Feldforschungen in Kamerun aufgehalten habe, waren vor allem der Frage gewidmet, wie Angehörige einer Gesellschaft die erheblichen, teils sehr schmerzlichen, ökonomisch, politisch und kulturell kritischen Veränderungen be- oder verarbeiten, denen sie ausgesetzt sind. Da ich das Glück hatte, innerhalb eines ländlichen Fortbildungsinstituts fast unmittelbar in dessen alltägliche Arbeitsprozesse eingebunden zu sein und auf der Kameruner Seite ebenso schnell hervorragende Diskussionspartner zu finden, ergaben sich relativ schnell wichtige Einsichten. Zu deren abschließender Diskussion mit heimischen Interpreten habe ich 1990 einen letzten Feldforschungsaufenthalt in Kamerun verbracht. Doch die Diskussionen während dieses Aufenthaltes führten meinen Kameruner Hauptpartner zu dem Wunsch, die Forschungsergebnisse im Aufbau eines Reformschulmodells produktiv zu machen.
 
Diese Schule, eine Primarschule mit 6 Jahrgangsklassen und mit vorausgehendem Kindergarten, einer „maternelle“ nach französischem Muster, haben wir unter dem Namen „Ecole Pilote de Mbô“ seit 1991 aufgebaut. Derzeit (2004) hat die Schule 15 Lehrerinnen und Lehrer, und 8 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und mehr als 500 Schülerinnen und Schüler.

Zur Geschichte des Projekts siehe: Die Ecole de Référence von Mbouo, Kamerun.


Ansichten der Ecole de Référence - die Primarschule in Sichtweite des IPSOM – das benachbarte Collège (Sekundarschule) wird in Kürze in den Schul-Hochschulkomplex  einbezogen.

Meine Arbeit bestand in diesen Jahren einerseits aus weiterer Feldforschung, deren Fragen von Problemen und Erfahrungen im schulischen Umfeld bestimmt waren, und andererseits aus regelmäßiger Lehrerfortbildung. Wir hatten bewusst eine durchschnittliche Zusammensetzung des Lehrerkollegiums angestrebt, was im gegebenen Rahmen bedeutete, dass die Ausbildungsvoraussetzungen der Kolleginnen und Kollegen außerordentlich unterschiedlich waren und vom Abschluss der kolonialen Primarschule bis zum einjährigen Lehrerstudium reichten. Da das Schulprojekt, bezogen auf diese Situation, sehr schnell überzeugende Ergebnissen erbrachte, führte die Überlegung, wie der Gewinn möglichst vielfältig zu nutzen sei, zunächst zur Idee, dann zum Plan, ein Lehrerausbildungsinstitut wissenschaftlich-akademischen Zuschnitts aufzubauen. Dieses „Institut Pédagogique pour Sociétés en Mutation“ (IPSOM) haben wir seit 1998 geplant und seinen Aufbau seit 1999 auf der bildungspolitischen Ebene vorantreiben können. Seit 2005 sind die ersten Professoren berufen worden, zu Jahresbeginn 2005 hat der Aufbau des Campus begonnen, die erste Studierendengeneration ist im Oktober 2005 aufgenommen worden.
 

Im Vordergrund das Gebäude mit  Seminarräumen, hinten in der Mitte die Mensa, rechts hinten das 1. Wohngebäude für Studierende (Internat).

Die Seminarräume: Jeder Raum hat einen eigenen Vorraum und einen Balkon bzw. eine Terrasse für Gruppenarbeit.

Eingangsbereich des Wohngebäudes (zur Zeit 80 Internatplätze in Doppelzimmern)

Im Jahre 2010 hat die zweite Studierendengeneration ihr Lehrerstudium (Licence = Höheres Lehramt) erfolgreich abgeschlossen.

Im Juli 2010 hat der Träger des Instituts, die Eglise Evangélique du Cameroun (EEC) beschlossen, das Projekt zur Université Evangélique du Cameroun (UEC) auszubauen. Neben der Fakultät für Erziehungswissenschaft wird es eine Fakultät für Protestantische Religion und Religionswissenschaften, eine Fakultät für Medizin und Lebenswissenschaften, eine Fakultät für Naturwissenschaften und Technik, eine Fakultät für Sozialwissenschaften und Verwaltung sowie eine Fakultät für Agrarwissenschaften geben. Diese Fakultäten sollen in den kommenden Jahren aufgebaut werden. - Als einer der Wissenschaftlichen Berater bin ich an diesem Prozess beteiligt.

 

Pasteur Jean-Blaise Kenmogne, vormalig Kanzler (Administrateur Délégué) des IPSOM, jetzt Rektor der UEC, mein Kooperationspartner seit 1986, in traditioneller Kleidung

(4 a) Von 1999 bis 2002 Stellvertretender Leiter des Teilprojekts "Biographische Bildungsprozesse afrikanischer Migranten in Deutschland am Beispiel von Studierenden aus Kamerun" (zusammen mit Prof. Dr. Hans-Christoph Koller - Teilprojektleiter - und Prof. Dr. Rainer Richter) im Sonderforschungsbereich 1647 "Umbrüche in afrikanischen Gesellschaften und ihre Bewältigung" der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

(4 b) Seit 2001 halte ich mich im Rahmen erziehungswissenschaftlicher Biographieforschung regelmäßig zu Vorträgen und workshops am College of Education der National ChengChi University in Taipeh, Taiwan, (und an anderen Universitäten des Landes) auf. Diese Aufenthalte, finanziert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Kooperation mit dem National Science Council Taiwan (NSC), haben durch die enge Kooperation mit taiwanesischen Kolleginnen und Kollegen die Ausbildung eines Schwerpunktes erziehungswissenschaftlicher Biographieforschung am dortigen College und an einigen anderen Universitäten des Landes gestützt. Im September 2006 hat, gefördert durch NSC und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), an der Chengchi University, ein internationales Symposion „Symbolic Universes of Pedagogical Professionalism in Different Cultures“ stattgefunden, auf dem taiwanesische, amerikanische und deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungen diskutiert haben. Ein zweites Symposion der Reihe, wiederum von NSC und DFG gefördert, hat vom 21. bis zum 24. Juli 2009 an der Fakultät 4, EPB, der Universität Hamburg stattgefunden. Die Fortsetzung der Kooperation ist vorgesehen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposions IX/2006

Die National ChengChi University hat mich zum "Chair Professor" ernannt. Im Rahmen dieser "Berufung" reise ich zweimal jährlich zu Vorträgen, workshops und Seminaren mit Themen sowohl systematisch-bildungstheoretischer Art als auch zu qualitativ-rekonstruktiven Forschungsmethoden nach Taiwan. Gern folge ich auch der Einladung zur Teilnahme an einem landesweiten Forschungsprojekt zu Auf- und Ausbau von Alternativschulen. Das Projekt ist wegen der kulturellen, sozialstrukturellen, ökonomischen und politischen Unterschiede zwischen Taiwan und Kamerun, meinem anderen fremdkulturellen Arbeitsort, eine produktive Herausforderung.

Lebenslauf

Jg. 1940, Studium an der Pädagogischen Hochschule Bielefeld 1960 - 1963, 1. (1963) und 2. (1965) Staatsexamen, nach Tätigkeit als Lehrer (1963 – 1966) von 1965 bis 1970 Studium der Erziehungswissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum und an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, 1970 Promotion („Die Bildungsphilosophie des jungen Nietzsche“), 1971 - 1973 Wissenschaftlicher Assistent im Fach Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Münster. 1973 Habilitation mit Arbeiten zum Problem der Konstitution von Intersubjektivität in Lehr-Lern-Prozessen. 1973 Wissenschaftlicher Rat und Professor für Allg. Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Westfalen-Lippe. Seit 1974 Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg.
 
Seit 1981 Organisation und Durchführung der Hamburger Symposien “Interaktion und Lebenslauf” mit den Schwerpunkten:
Interaktionsanalyse (1981; 1983);
Biographieforschung (1985; 1987;  1989; 1991);
Interkulturelle Kommunikation und Kooperation (1994; 1998 Hamburg; 1999 Kamerun);
zusammen mit C. Hoffmann-Riem (Soz., , Winfried Marotzki (Erz.-Wiss.), Jochen Rehbein (Ling.), Gerhard Riemann (Soz.) und Wolf-Dieter Stempel (Rom.) Herausgeber der Buchreihe “Interaktion und Lebenslauf”, Deutscher Studien Verlag, Weinheim.
 
Seit 1986 regelmäßige Arbeitsaufenthalte in Kamerun. Nach Feldforschung dort seit 1991 Wissenschaftlicher Berater im Aufbau einer Modellschule (zuerst unter dem Namen „Ecole Pilote de Mbô“, seit 2002 „Ecole de Référence“) im ländlichen Raum Kameruns (Mbouo [= Mbô], Bandjoun, Westprovinz), seit 1994 dort Schulbegleitforschung und seit 1999 Aufbau einer Lehrerbildungsinstitution (Institut Pédagogique pour Sociétés en Mutation - IPSOM) ebenda. Der Campus liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Referenzschule. Der Lehr- und Studienbetrieb hat im Oktober 2005 begonnen.
 
Seit 2001 regelmäßig Arbeitsaufenthalte am College of Education der National ChengChi University in Taipei, Taiwan, und an weiteren Universitäten in Taiwan mit Vorträgen und workshops zu qualitativer Sozialforschung im Bereich der Biographieforschung. 2009 Ernennung zum "Chair Professor" der National ChengChi University.

2010 Ernennung zum Wissenschaftlichen Berater für den Aufbau der Université Evangélique du Cameroun.

Verheiratet seit 1966 mit Dr. A.-Elisabeth Kokemohr, zwei Söhne.

Publikationen

Schriften (Auswahl): 

 
1971  Dogmatisierung der Unterrichtssprache. Eine Auseinandersetzung mit G. Priesemann, ‘Zur Theorie der Unterrichtssprache’. In: Bildung und Erziehung, 273 - 291  
1973  Zukunft als Bildungsproblem. Die Bildungsreflexion des jungen Nietzsche.  Ratingen, Kastellaun, Düsseldorf  
–  Zur Funktion des Lehrziels für die Konstitution von Intersubjektivität im Prozeß des Lehrens und Lernens. In: Bildung und Erziehung, 26. Jg., 30 – 45  
1976  Zur Funktion sozialer und verständigungsethischer Normen in Lehr-Lern-Prozessen. In: K. Gloy, G. Presch (Hg.), Sprachnormen III. Kommunikationsorientierte Linguistik - Sprachdidaktik. Stuttgart, 137 - 155 
–  (zusammen mit R. Uhle) Themenkonstitution und reflexive Legitimation in Lehr-Lern-Prozessen. In: Zeitschrift für Pädagogik, Jg. 22, 857 - 880 
1979  Friedrich Nietzsche. In: H. Scheuerl (Hrsg.), Klassiker der Pädagogik II. Von Karl Marx bis Jean Piaget. München (19912), 34 - 45
1982  Kann die ‘Alltagswende’ der Erziehungswissenschaft zur Bearbeitung didaktischer Legitimationsprobleme beitragen? In: Jahrbuch für Erziehungswissenschaft 1980 - 1982, Stuttgart. 149 - 204
1985 a  Zur Verrechtlichung unterrichtlicher Interaktion. In: Enzyklopädie Erziehungswissenschaft. Bd.7: Erziehung im Primarschulalter. Stuttgart. 138 - 172
1985 b  Schichtenspezifisches Sprach-/ Sozialverhalten. In: Enzyklopädie Erziehungswissenschaft. Bd 8: Erziehung im Jugendalter - Sekundarstufe I. Stuttgart. 572 - 575    
1985 c Modalisierung und Validierung in schulischen Lehr-Lern-Prozessen.  In: R. Kokemohr, W. Marotzki 1985, 177 - 236 
1989 a  Textuelle Unbestimmtheit als Modalisierungsferment von Deutungsschemata. In: R. Kokemohr, W.Marotzki,1989, 281 - 323              
1989 b  (zusammen mit M. Prawda), Wandlungsprozeß und Bildungsgeschichte. In: P. Alheit, E. Hoerning (Hrsg.), Biographisches Wissen. Frankfurt, 238 - 267
1989 c  Bildung als Begegnung? Logische und kommunikationstheoretische Aspekte der Bildungstheorie E.Wenigers und ihre Bedeutung für biographische Bildungsprozesse in der Gegenwart. In: O.Hansmann, W.Marotzki (Hrsg.), Diskurs Bildungstheorie II: Problemgeschichtliche Orientierungen. Weinheim, Basel, 327 - 373 
1990 a  Differentielle Evokation als rhetorisch-kognitiver Modus kultureller  Individuation. In: R.Kokemohr, W. Marotzki, 197 - 245 
1990 b   Zur bildungstheoretischen Struktur pädagogischer Entwicklungshilfe - diskutiert an einem Beispiel aus dem Bereich kirchlicher Primarschulen in Kamerun. Mimeo. Bafoussam 
 –  (zusammen mit J.-B. Kenmogne) Communication interculturelle et pédagogie de réforme. Mimeo. Bafoussam
1992 a  Ein sprachtheoretisches Implikat des ‘pädagogischen Verhältnisses’ in der ‘Allgemeinen Pädagogik’ Wilhelm Flitners. In: Helmut Peukert, Hans Scheuerl (Hg.), Ortsbestimmung der Erziehungswissenschaft. Wilhelm Flitner und die Frage nach einer allgemeinen Erziehungswissenschaft im 20. Jahrhundert. Weinheim, Basel, 59 - 70
1992 b  Zur Bildungsfunktion rhetorischer Figuren. Sprachgebrauch und Verstehen als didaktisches Problem. In: Hartmut Entrich, Lothar Staeck (Hrsg.), Sprache und Verstehen im Biologieunterricht. Alsbach (Leuchtturm) 1992, S. 16 - 30
1993  (zusammen mit J.-B. Kenmogne) Conditions de la création d’une école pilo-
te.
Mimeo. Bafoussam
1994 a ‘Welt’ und ‘Lebenswelt’ als textuelle Momente biographischer Welt- und Selbstkonstruktion. In: Koller, Kokemohr 1994, 109 - 140
1994 b ‘C’est la crise’. Zur Funktionsweise alltagsrhetorischer Weltdeutungen. In: A. Sabban, C. Schmitt (Hg.), Sprachlicher Alltag. Tübingen, 227 - 244
1995 (zusammen mit J.-B. Kenmogne und M. Moukouri) Problèmes-clé de la renovation pédagogique et structurelle de l’enseignement primaire. Bafoussam
1998 a  (zusammen mit T. Klass) “Man muß noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können” - Bildungstheoretische Reflexionen im Anschluß an Nietzsches Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen.  In: C. Niemeyer, H. Drerup, J. Oelkers, L. v. Pogrell (Hrsg.), Nietzsche in der Pädagogik? Beiträge zur Rezeption und Interpretation.  Weinheim (Deutscher Studien Verlag) 1998,  280 - 324
1998 b L’idée et les principes à la base du projet de l’Ecole Pilote de Mbô. Miméo. Bafoussam 1998 
1999  “On” -  Vagheit des Sprachgebrauchs und soziale Synthese. In: K. Bührig, Yaron Matras (Hrsg.), Sprachtheorie und sprachliches Handeln. Tübingen 1999 (Narr), S. 143 -  158
2000 a  Zur Funktion propositionaler und semi-propositionaler Repräsentationen in Bildungsprozessen.  In:  A. Schäfer, M. Wimmer (Hrsg.), Identifikation und Repräsentation.  Opladen (Leske und Budrich) 1999, S. 225 - 254 
2000 b  (zusammen mit Michaela Kuchenreuther) Transgenerative Bildungshemmungen durch traumatische Bürgerkriegserfahrungen. Internet: www.ecole-pilote.de 
2000 c 
Les sociétés en transition, l'exigence de l'école et la formation des enseignant(e)s. Internet: www.ecole-pilote.de
2000 d Bildung in interkultureller Kooperation. In: S. Abeldt, W. Bauer u.a. (Hrsg.), „... was es bedeutet, verletzbarer Mensch zu sein“. Erziehungswissenschaft im Gespräch mit Theologie, Philosophie und Gesellschaftstheorie. (Grünewald) Mainz, 421 – 436
2001  Inference analysis as qualitative methodology: Case studies in biographic research. In: Research in Applied Psychology, No 12 (Taiwan), 25 - 48
2002 a  Die Not der Selbstverbürgung in gegenwärtigen Gesellschaften. In: Werner Friedrichs, Olaf Sanders (Hg.). Bildung / Transformation. Kulturelle und gesellschaftliche Umbrüche aus bildungstheoretischer Perspektive. Bielefeld (Transcript), S. 111 -  128
2000 b  (zusammen mit Hans-Christoph Koller, Rainer Richter), Narrative Konstruktionen sozialen Raumes. Diskurstheoretische Rekonstruktionen  biographischer Interviews mit Migranten. In: Jürgen Oßenbrügge, Mechthild Reh (Eds., Social Spaces of African Societies. Applications and Critique of Concepts about „Transnational Social Spaces“. Münster (Lit), 111-146
2000 c Die Ecole de Référence von Mbouo, Kamerun. In: www.ecole-pilote.de
2003 a  Zeitartikulationen autobiographischer Texte - eine kulturvergleichende Skizze. In: W. Oesterreicher, R. Warning (Hrsg.), Zeit und Text. Philosophische, kulturanthropologische, literarhistorische und linguistische Beiträge. München (Fink), S. 146 - 180
2003 b  Entwurf und Verdeckung eines Bildungsprozesses in autobiographischer Erzählung. In: H.-C. Koller, R. Kokemohr, R. Richter (Hrsg.) „Ich habe Pläne, aber das ist verdammt hart“. Eine Fallstudie zu biographischen Bildungsprozessen afrikanischer Migranten in Deutschland. Münster (Waxmann),  29 – 38
2005  Internationalisierung der Universität, Standardisierung des Wissens und die Idee der Bildung. In: Andrea Liesner, Olaf Sanders (Hrsg.), Bildung der Universität. Beiträge zum Reformdiskurs. Bielefeld (transcript), 101 - 122. 
2007 a  Bildung als Selbstentwurf im Fremden. Eine theoretisch-empirische Annäherung an eine Bildungsprozesstheorie. In: Hans-Christoph Koller, Winfried Marotzki, Olaf Sanders (Hg.), Bildungsprozesse und Fremdheitserfahrung. Beiträge zu einer Theorie transformatorischer Bildungsprozesse. Bielefeld (transcript), 13 - 68.
2007 b (zusammen mit Kokebe Haile Gabriel) Entwicklungszusammenarbeit. In: Jürgen Straub, Arne Weidemann, Doris Weidemann (Hg.), Handbuch Interkulturelle Kommunikation und Kompetenz. Stuttgart, Weimar (Metzler), 627 - 636.
2008 Kulturelle Präfigurationen sozialer Interaktion. Methodologische Fragen interkultureller Kooperation, diskutiert an einem Beispiel aus Kamerun. In: Gabriele Cappai (Hg.), Forschen unter Bedingungen kultureller Fremdheit. Wiesbaden (Verlag für Sozialwissenschaften), 307 – 328.
2009 Self-regard and Self-reference in Educational Professionalism - German Case Studies. In: R. Kokemohr, T.-L. Fong, M.-Sh. Ni (eds.), Symbolic universes of pedagogical professionalism in different cultures. Taiwan (Formosa Alternative Pedagogy Association), 123 - 148
2010 a  Interpretation - Lektüre - Interkulturalität. In: Gabriele Cappai, Shingo Shimada, Jürgen Straub (Hg.), Interpretative Sozialforschung und Kulturanalyse. Hermeneutik und die komparative Analyse kulturellen Handelns. Bielefeld (transcript), 201 - 223.
2010 b  (zusammen mit Tim Schmidt und Gereon Wulftange) Globalisierte Bildung im Dickicht der Kulturen? Vorbereitende Überlegungen zu einem verdeckten Problem. In: Karl-Josef Pazzini, Marianne Schuller, Michael Wimmer (Hg.), Lehren bildet? Vom Rätsel unserer Lehranstalten. Bielefeld (transcript), 57 - 81.
2010 c  Le regard d'autrui. Im Blick des Lebens, des Todes. In: Torsten Meyer, Adrienne Crommelin, Manuel Zahn (Hrsg.), Sujet Supposé Savoir. Zum Moment der Übertragung in Kunst Pädagogik Psychoanalyse Berlin  (Kadmos), 195 - 202.

 
Editionen:

A:  Herausgabe der Reihe ‘Interaktion und Lebenslauf’, 
zusammen mit C. Hoffmann-Riem†, G. Riemann, W. Marotzki, J. Rehbein, W.-D. Stempel, ab 1985 im P. Lang Verlag, Frankfurt u.a., seit 1990 im Deutschen Studien Verlag, Weinheim, Basel.  
B:   Als Bandherausgeber innerhalb der Reihe (A):
1985  R. Kokemohr, W. Marotzki (Hg.), Interaktionsanalyse in pädagogischer Absicht. Frankfurt, Bern, New York 
1989  R. Kokemohr, W. Marotzki (Hg.), Biographien in komplexen Institutionen. Studentenbiographien I. Frankfurt, Bern, New York, Paris
1990  W. Marotzki, R. Kokemohr (Hg.), Biographien in komplexen Institutionen. Studentenbiographien II. Weinheim, Basel
1994  H.-C. Koller, R. Kokemohr (Hg.),  Lebensgeschichte als Text.  Zur biographischen Artikulation problematischer Bildungsprozesse. Weinheim, Basel
1996  R. Kokemohr, H.-C. Koller (Hg.), “Jeder Deutsche kann das verstehen”. Probleme im interkulturellen Arbeitsgespräch. Weinheim, Basel
2009 R. Kokemohr, T.-L. Fong, M.-Sh. Ni (eds.), Symbolic universes of pedagogical professionalism in different cultures. Taiwan (Formosa Alternative Pedagogy Association)

Personengruppe

Professor im Ruhestand

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20354 Hamburg

Raum:
537

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040-42838-2538

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An der Universität Hamburg seit

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