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Leo. – Level-One Studie. Literalität von Erwachsenen auf den unteren Kompetenzniveaus

Aktuelle Informationen: Der Leo-Blog
 

Fragestellung:

Das Forschungsprojekt „Leo. Level-One Studie“ untersucht den Grad der Literalität der deutsch sprechenden Bevölkerung und fokussiert dabei auf den unteren Level, gemessen am International Adult Literacy Survey (IALS).

 

Ziel:

Die Level-One Studie hat das Ziel, ein Benchmark zur Größenordnung des Analphabetismus bei Bildungsinländer/innen die in der deutschen Sprache Alphabetisiert wurden zu definieren. Um das Benchmark einordnen und bewerten zu können, werden Zusammenhänge zu bereits bestehenden Erhebungen zur Literalität, wie z.B. IALS, ALL oder PIAAC, hergestellt. Selbst das unterste Level der IALS Studie, IALS-Level 1, gilt als fast zu voraussetzungsreich für Personen, die in den Volkshochschulen als Analphabet/innen die Schriftsprache erwerben. Deshalb soll sich das Benchmark unterhalb oder höchstens knapp innerhalb der aus diesen Studien bekannten Levels befinden.
 

Allgemein:
 

Analphabetismus im hier gebrauchten Sinne beinhaltet die oft paradoxe Kombination eines früheren Schulbesuchs und trotzdem unzureichender Schriftsprachkenntnisse. In der Leo. Studie wird Analphabetismus sowohl über die Fähigkeit des Lesens als auch des Schreibens definiert.

Gefördert wird Leo. durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es ist an der Universität Hamburg angesiedelt und steht unter der Leitung von Prof. Dr. Anke Grotlüschen und Wibke Riekmann. Als Kooperationspartner sind Prof. Dr. Dr. h.c. Rainer Lehmann von der Universität Berlin und PD Susan Seeber von der Georg-August-Universität Göttingen in dem Projekt tätig.
 

Vorgehensweise:
 

Auf Basis der vorhandenen Theorien lassen sich s.g. Alpha Levels herleiten, die die vorhandenen Stufungen der Schulforschung an die Lage im Erwachsenenalter anpassen. Diese Theoriearbeit wurde bereits in dem Projekt „lea. Literalitätsentwicklung von Arbeitskräften“ geleistet. Um ein oben erwähntes Benchmark zur Größenordnung des Analphabetismus definieren zu können muss ein Test entwickelt werden dessen Aufgaben ein differenziertes Bild der Lese- und Schreibkompetenzen abbilden. Die Validierung der Items ist bereits durch einen Pretest, durchgeführt von TNS Infratest, erfolgt.

Durch die nun anstehende Durchführung der Befragungen in 7.000 Haushalten sollen Daten zur Schriftsprache in den unteren Literalitätsbereichen skaliert werden.

Zur Teilnahme an einem solchen Test muss motiviert werden. Die freiwillige Teilnahme kann bei geringen Lese- und Schreibkompetenzen durch Ängste und Sorgen über die mögliche Entdeckung der eigenen Schwachstellen gehemmt sein. Die hier angewandte Definition von Analphabetismus liegt deutlich unterhalb der Definition der OECD bei der es darum geht, ohne fremde Hilfe in der Gesellschaft leben zu können. Im Leo. Projekt wird Analphabetismus wesentlich über die Fähigkeit des Schreibens und weniger des Lesens definiert. Dieser Ansatz entspricht der Förderungspraxis und den Erfahrungen aus Alphabetisierungskursen.

Mitarbeit

Projektlaufzeit

Beginn: 
1. November 2009
Ende: 
31. Oktober 2012
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